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Effektive Methoden, wie du deine Brandmalerei versiegeln kannst

Du hast das Brandmalen abgeschlossen und stehst vor deiner ersten Brandmalerei. Deiner ersten kreativen Arbeit. Zuerst einmal: Freue dich über deinen Erfolg 🙂 Jetzt solltest du dich – auch, wenn es nicht dein erstes Motiv ist – ein bisschen mit dem Schutz, beispielsweise dem Verblassen deines Motivs, beschäftigen.

Stell dir vor, jemand verschüttet Wasser oder nimmt deine Brandmalerei mit öligen Fingern in die Hand. Du hast die Abdrücke und Verschmutzungen auf deinem Werk – nicht toll! Deswegen gibt es verschiedene Möglichkeiten, deine Arbeit zu versiegeln. Das schützt zwar nicht vor allen Einflüssen, aber die Haltbarkeit verlängert sich.

Das klingt erstmal ziemlich aufwändig. Keine Angst, ist es nicht.  Es gibt aber mehrere Möglichkeiten der Versiegelung, wie beispielsweise:

  • Öl
  • Polyurethan (synthetischer Lack)
  • Lack

Öl zum Schutz der Brandmalerei

Öl wie Walnussöl, Zitronenöl oder ähnliches sind damit gemeint. Damit kannst du einen Wassereintritt in das Holz verhindern, was ein „Rissig machen“ verhindert. Dazu trägst du einfach Öl auf und reibst es ein. Dann lässt du es einige Stunden ruhen und machst das gleiche nochmal. Das so lange machen, bis das Holz kein Öl mehr aufnimmt. Wichtig ist, diesen Prozess einmal im Jahr zu wiederholen.

Der Vorteil ist die schnelle und einfache Bearbeitung. Ein Nachteil ist, dass andere Öle eindringen können. Auch Schmutz bliebt schneller liegen.

Polyurethan

Poly ist eine Art Kunststoff, der gesprüht oder gebürstet aufgetragen wird und dann einfach getrocknet werden muss. Die Anwendung: Am besten draußen die erste Schicht auftragen und ca. 4 Stunden trocknen lassen. Dann dasselbe noch mal. Insgesamt solltest du das 3x wiederholen. Dazwischen lohnt es sich, das Holz leicht zu schleifen, weil sonst die nächste Schicht nicht anhaftet.

Poly ist wirklich leicht aufzutragen und gibt dem Holz eine lange Haltbarkeit sowie einen tollen Schutz. Es gibt zwei Arten: Wasser und Öl. Beide verleihen dem Holz einen etwas gelblichen Farbton. Wasser etwas weniger.

Lack

Lack ist sehr oft eine Lieblingsart der Versiegelung. Ein Lack verleiht dem Holz eine langlebige Oberfläche. Für das Holz ist es ratsam, den Lack mit Lackverdünner im Verhältnis 50/50 zu mischen, weil dann eine schnelle Trocknung möglich ist.  Auch hier ist wieder eine „Schichtarbeit“ notwendig. Dazwischen sollte 30min gewartet werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Sofort polierbar, kein Abschleifen zwischen den Schichten, verfärbt das Holz nicht so stark, schnelle Trocknung. Ein Nachteil ist, dass der Lack mehr als 3 Schichten braucht, um ein gutes Ergebnis zu erhalten. Der Raum sollte außerdem sehr gut belüftet sein. Am besten draußen machen!

Diese drei Varianten bieten einen guten Schutz für deine Brandmalerei. Soweit ich weiß ist Lack ein Schutz, der bei vielen Brandmalern einen guten Ruf hat. Also dann, viel Spaß beim Versiegeln! 🙂